» Layer schließen

Trenntwende Unsere Stadt. Unser Müll. Die Idee!

Geförderte Projekte

Dass aus Ideen tolle Projekte werden können, zeigen die vielen Beispiele von Projekten, die aus dem Förderfonds der Trenntstadt Berlin erwachsen sind. 
 

Wem Recycling Spanisch vorkommt

„Wenn es eine Erkenntnis in meinen langen Jahren als Abfallforscher gibt, dann ist es die, dass jede Nationalität und jede soziale Schicht beim Umweltschutz mitmachen würde“, sagt der Abfallforscher Bernd Bilitewski. „Man muss es den Menschen nur richtig erklären.“ Genau das dachte sich auch der Verein der spanischsprechenden Gemeinde APROKLIMA. Dieser bewarb sich beim Trenntförderfond der Stiftung Naturschutz, um ihren 10.000 in Berlin lebenden Landsleuten die Abfalltrennung näherzubringen.

Mit verschiedenen Aktionen sollen die Migranten der St. Nikolausgemeinde den Sinn hinter den vielen bunten Tonnen verstehen. Und mitmachen.


Stell dir vor du bist Architekt

Eine Gruppe Jugendlicher steigt hinab in die Keller ihrer Schule. Sie schauen sich suchend um, stolpern über ausrangierte Turnmatten, befühlen alte Sprossenwände, begutachten Sperrholz. Dann ziehen sie weiter und durchstreifen die Schulmensa und interessieren sich auch dort für alles, was dort so an anfällt. Die Jugendlichen sind keine marodierende Bande, sondern gehören zu einem Architekturprojekt der Ernst Reuter Sekundarschule in Wedding. Zusammen mit Architekturstudenten der TU Berlin haben sie ihre alte Schulcafeteria zu einem Beratungsraum umgestaltet. Im Unterricht entwickelten die Schüler Farbkonzepte und Logos für den neuen Ort, sie überlegten wie er sich durch Raumfilter gliedern lässt und sie versuchten dabei so Ressourcen schonend wie möglich ihr Material zu organisieren – und entrümpelten die Abstellkammern und Müllcontainer der Schule. Das dürfte nicht nur den Hausmeister gefreut haben.


„Ökollagen“- Kreatives Recycling im Natur-Park Schöneberger Südgelände

Foto: Pfund

Verpackungsmüll, Plastiktüten, glitzerndes Bonbonpapier, Pizzakartons, alte Briefumschläge, glänzende Alu-Folien – daraus können fantastische kleine Kunstwerke, aber auch Kostüme, Masken und Gebrauchsgegenstände entstehen. Wie das geht, zeigt die Recycling-Künstlerin und Kunstpädagogin Ursula Maria Pfund in der Zeit vom 24. April bis zum 24. Juli 2011 in ihren Workshops. In dreistündigen Kursen erlernen die Teilnehmer Schritt für Schritt die Kunst der „Ökollage“.

Das Entdecken der Schönheit und das Verwerten der Abfallstoffe ist insbesondere für Kinder eine inspirierende Erfahrung, gleichzeitig wird ihr Umweltbewusstsein in einem kreativen Prozess geweckt und gestärkt. www.ursula-maria-pfund.de


Hobbytaucher entrümpeln See

Foto: Fennpfuhl

Ein komplettes Motorrad, zahlreiche Fahrräder, ein Moped sowie mehrere Einkaufswagen, Kaugummiautomaten und Geldkassetten aus Spielautomaten tauchten auf, als 35 engagierte Hobbytaucher und ihre Helfer vom Grund des Fennpfuhls hinabstiegen. Bei dem rund 9-stündigen Einsatz am 29. Mai 2010 wurde der kleine Berliner See in der Parkanlage am Fennpfuhl in voller Tauchmontur abgesucht. Zum Vorschein kamen auch ausgediente Grills, Autoreifen und sogar ein geknackter Tresor. Der Verein der Hobbytaucher „Junge Tauchpioniere e.V.“ füllte bei der außergewöhnlichen Gewässerreinigung einen Container mit 10 Kubikmetern Schrott, Hausmüll, Flaschen und Gläsern. Die Aktion soll zu einem veränderten Verhalten anregen und verdeutlichen, dass unsere Gewässer keine Müllhalden sind.


„Die vom Hinterhof“ – Musical mit Jugendlichen

Foto: Hilde Meier

„Sexy und Cool“ wollen Jugendliche das Thema Müll und Umweltschutz an das gleichaltrige Publikum mit ihrem Musical „rüberbringen“. Unter Anleitung von Profi-Schauspielern und Theater-Pädagogen des „Theater-Spiel-Schule e.V.“ wird dafür im Schuljahr 2010/2011 die Story erarbeitet, Musik komponiert und die Choreografie auf der Bühne einstudiert. Die Premiere von „Die vom Hinterhof“ fand am 9. April 2011 im JugendKulturZentrum PUMPE in Tiergarten statt. Neben weiteren Aufführungen dort wird das Musical um Liebe, Intrigen und Müll auch an den beteiligten Schulen, der Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Kreuzberg und dem Lessing-Gymnasium im Wedding gezeigt, außerdem in einigen Jugendzentren. Eine begleitende Ausstellung bietet zusätzlich spannende Infos zum Thema Recycling.an der Carl-von-Ossietzky-Oberschule in Kreuzberg, dem Lessing-Gymnasium im Wedding gezeigt, außerdem in weiteren Jugendzentren. Eine begleitende Ausstellung bietet zusätzlich spannende Infos zum Thema Recycling.


Eine Expedition in Ästhetik und Nachhaltigkeit

Foto: Nana Petzet

Kann die Kunst Ideen liefern, um globale Herausforderungen wie den Klimawandel, die Endlichkeit der Energiereserven und das Schwinden der Artenvielfalt zu meistern? 30 Künstler stellten vom 3.September bis 10. Oktober 2010 in den Weddinger Uferhallen Werke aus, die sich mit diesen Fragen auseinandersetzen.
Gefördert wurden die Projekte von Nana Petzet und Dan Peterman. In Petzets Aktion „Sammeln und bewahren“ verwandelten sich Einwegverpackungen in Gebrauchsgegenstände, Milchkartons in Kulturbeutel, Raumteiler oder Fußabtreter.
Petermans Werke basierten auf Fundstücken und recycelten Werkstoffen und untersuchten die Schnittstelle zwischen Kunst und Ökologie. Für die Ausstellung entwickelte er die Installation „basic food stockpiles and distribution“ als Möblierung.


„Was macht der Müll nach der Tonne?“ Trickfilmworkshop mit Grundschülern

„Was macht der Müll nach der Tonne?“ Trickfilmworkshop mit Grundschülern Was passiert mit Papier, Glas, Metall und Verpackungen, wo landet der Restmüll? Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse der Thomas-Mann-Grundschule schauten in die Mülltonnen: Bei einem einwöchigen Workshop entwickelten sie gemeinsam mit Medienpädagogen des Vereins „Bewegliche Ziele“ eine Story für ihren Film. Aus Müllresten, Verpackungen und  Knete wurden Trickfiguren gebaut und diese animiert.
Die siebenminütige Stop-Motion-Animation gibt einen Einblick, wie Kinder das Thema Abfall sehen.
Der Film wurde zum ersten Mal im Rahmen des Internationalen Berliner Kinder-Kurzfilm-Festivals KUKI am 14. – 21. November 2010 gezeigt und steht dann für weitere Vorführungen bereit.


Kinderzirkusprojekt CABUWAZI - Taborka „Erdreich“

In Taborka bebt die Erde. Der Zauberwald der vergessenen Märchenwesen um Zauberer Morodin, Hexe Tasana und Elf VielLeicht ist in Aufruhr. Die Erde quillt über. Aus Mülleimern, auf Bürgersteigen, im Park – überall wächst Müll. Die Lieblingspuppe von Vanessa ist verloren gegangen und auf direktem Weg in das Müllheizkraftwerk.
In der fantastischen Mitmach-Zirkus-Show des Jugendkulturbetriebs Cabuwazi setzen sich Kinder ab 6 Jahre aktiv mit Müllvermeidung, Recycling und Klimaschutz auseinander. Höhepunkt ist die gemeinsame Abschlussvorstellung. Anschließend tragen sie das erworbene Umweltwissen und die neuen Verhaltensweisen weiter in ihre Familien.
Das Stück Taborka „Erdreich“ wurde in einer ersten Spielzeit vom 25. September bis 14. November 2010 am Cabuwazi-Standort Kreuzberg gezeigt. Eine zweite Spielzeit für Taborka „Erdreich“ fand im Frühjahr/Sommer 2011 statt.

Welcher Mülltyp sind Sie?

Testen Sie Ihr Abfallwissen
und machen Sie den
MüllCheck! Acht
knifflige Fragen
warten auf Sie.